10 Merkmale guten Unterrichts unter den Bedingungen der Digitalität

Die zehn Merkmale guten Unterrichts gehen auf Prof. Dr. em. Hilbert Meyer zurück (Hilbert Meyer 2004: Was ist guter Unterricht? Berlin: Cornelsen Scriptor.).

Offene Strukturen

Die Lernenden werden durch eine Lehrperson anhand eines roten Fadens durch den Unterricht geleitet und können zeitweise Einfluss nehmen.

Lernzeit

Die Lernenden arbeiten in einem gut strukturierten, nach den Inhalten ausgerichteten Unterrichtssetting. Differenzierung findet zeitweise über unterschiedliche Angebote im Rahmen des vorstrukturierten Unterrichts statt.

Lernklima

Lehrende tragen Verantwortung für die Lernwege der Lernenden und konzentrieren sich daher auf wichtige fachliche Inputphasen für die Gesamtgruppe.

Inhaltliche Klarheit

Das Thema ist vorgegeben und aufgrund von Lehrplan und zentralen Prüfungen notwendig zu behandeln. Es ist daher deutlich, welche Handlungen die Lernenden vollziehen müssen.

Kommunikation

Kommunikation findet im gemeinsamen Unterrichtsgespräch statt. Lernende greifen dabei auf bisherige Lerninhalte zurück, nehmen kritisch Stellung und tauschen sich über den Inhalt aus.

Methodenvielfalt

Lehrende planen einen vielfältigen und zum Teil passgenauen Methodenwechsel. Die Methoden dienen dem Inhalt und werden meist zielführend eingesetzt.

Individualisierung

Die Lernenden bilden gemeinschaftlich oder in Kleingruppen Hypothesen, arbeiten an den gleichen Materialien und Aufgaben und kommen anschließend wieder als Gruppe zusammen, um Ergebnisse miteinander zu vergleichen.

Training

Vor Leistungsüberprüfungen wird routiniert geübt. Die Arbeitsatmosphäre ist ruhig und konzentriert. Die Lernenden können ihren Lernerfolg kontrollieren.

Formatives Assessment

Die Lehrkraft gibt die Leistungserwartungen vor. Rückmeldungen erfolgen im Zusammenhang mit einer Leistungsüberprüfung. Leistungsüberprüfungen erfolgen zumeist über eine schriftliche Form im Rahmen von Klassenarbeiten und Klausuren.

Lernraum

Die Lernumgebung ist vorrangig die Schule. Die vorgegebenen Materialien sind an einem festen Platz. Die Räume sind nach ihrer vorrangigen Funktion vom Lehrenden gestaltet.